Projektflächen im Korridor

HACIENDA EL DORADO (ehemals Finca Marina)

Der große Wurf ist gelungen! Diese fantastische Fläche konnte mit Hilfe von unseren Partnern erworben werden!

Kurzbeschreibung
Größe: 187 ha
Kaufpreis: € 900.000,–
Strategische Lage im Korridor: optimal

Durch den Kauf der Hacienda El Dorado (187 ha) in La Gamba kann ein wichtiges Stück im Biologischen Korridor geschlossen und damit getrennte Waldstücke am Rande des Nationalparks Piedras wieder miteinander verbunden werden. Der Erwerb und die darauffolgende Renaturierung des Grundstücks hat einen großen ökologischen Effekt für den Artenschutz im Süden Costa Ricas.
offene Finanzierung (Stand 15.01.2024)
900000
Hacienda El Dorado von Süden aus gesehen
Hacienda El Dorado blau umrandet
Hacienda El Dorado gelb umrandet
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Projektflächen im Korridor

Bereits integrierte Flächen

Torre Grundstück

Kaufdatum2007
Kaufpreis
Fläche7 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen
Anzahl gepflanzter Bäume0
Das Grundstück Torre liegt nahe der Tropenstation La Gamba und ist innerhalb weniger Minuten zu Fuss zu erreichen und für Forschungs- und Lehrzwecke gedacht. Es verfügt über ein Wegesystem das wichtige Klein-Ökosysteme des Tieflandregenwaldes abdeckt (Schlucht-, Hang- und Kammwald). Das Grundstück grenzt direkt an den Nationalparlk Piedras Blancas.

Tropenstation La Gamba

Kaufdatum1993
Kaufpreis
Fläche5,87 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen
Anzahl gepflanzter Bäume0
Das Grundstück der Tropenstation weist neben der wissenschaftlichen Infrastruktur und des botanischen Gartens auch einen Anteil an naturnaher Vegetation auf. Vor allem die Bereiche südlich der Quebrada Negra sind naturbelassen und beherbergen artenreiche Sekundärwälder. Der Mirador-Weg mit Ausblick auf das La Gamba Tal führt durch diese alten Sekundärwälder und zeigt typische Klein-Ökosysteme des Tieflandregenwaldes (Schlucht- und Hangwald, alte Kakaoplantage, Ufervegetation).

Finca La Bolsa

Kaufdatum
Kaufpreis
Fläche16,55 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen2010 bis 2012
Anzahl gepflanzter Bäume6.065 aus 113 Arten
Die Finca La Bolsa hat einen Gesamtgröße von 16,55 ha und liegt im Talschluss der Quebrada La Bolsa. Sie grenzt an primäre Wälder des Nationalpark Piedras Blancas bzw. an das Forstreservat Golfito. Somit wird eine direkte Verbindung zu den Primärwaldflächen des Nationalparks geschaffen.

Die Finca ist reich gegliedert und weist flache von einem Bach durchzogenen Teile sowie auch sehr steile Bereiche mit unterschiedlichen Expositionen auf.
Die Böden sind aufgrund der Exposition und der verschiedenen geologischen Bedingungen (es geht eine Bruchlinie durch die Finca) sehr heterogen. Generell sind die Böden sehr feucht, nährstoffarm, pH-sauer und Al- und Fe- hältig. Die Bodenbedingunen ermöglichen nur eine eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung, weshalb Teile der Finca als Viehweide genutzt wurden.

Finca Hermenegildo

Kaufdatum
Kaufpreis
Fläche14,0 ha
Die Finca Hermenegildo liegt im Talschluss der Quebrada La Bolsa und grenzt an die Finca La Bolsa und an primäre Wälder die wiederum an den Nationalpark Piedras Blancas bzw. das Forstreservat Golfito grenzen. Somit wird eine direkte Verbindung zu den Primärwaldflächen des Nationalparks geschaffen.

Die Finca ist reich gegliedert und weist Bereiche mit unterschiedlichen Neigungen und Expositionen auf. Bislang wurden keine wissenschaftlichen Forschungen auf der Finca durchgeführt.

Finca Luis

Kaufdatum2018
Kaufpreis€ 37.000
Fläche3,0 ha
Zeitraum der WiederbewaldungenNovember 2018 – November 2019
Anzahl gepflanzter Bäume1.034 Bäume aus über 60 Arten
Die Finca Luis liegt zwischen Ölpalmenplantagen und verbindet den Nationalpark bei La Gamba über die Finca Mundo zu den Ausläufern des Nationalparks bei La Guaria. Die Finca ist bodenfeucht und grundwasserbeeinflusst. Die besonders feuchten Bereiche wurden auf der Finca nicht bewaldet, sondern sich selbst überlassen. Kleinere Wasserflächen wurden in Teiche umgewandelt, um Habitate für Wasservögel und Amphibien zu schaffen. Finanzierung des Grundstückkaufs von Günter und Christa Stadler (Frastanz). Finanzierung der Wiederbewaldung von Regenwald der Österreicher.

Finca Carlos Monge

Kaufdatum2009
Kaufpreis€ 75.000,-
Fläche21,78 ha
Anzahl gepflanzter Bäume0
Die Finca Carlos Monge im Bonito-Tal wurde 2009 gekauft, in den Nationalpark eingegliedert und zur Gänze der natürlichen Regenerierung überlassen. Auf der ehemaligen Viehweide war bereits ein artenreicher Jungwald entstanden, der in seinem Wachstum durch die unmittelbare Umgebung des Nationalparks begünstigt war. Auf eine Wiederbewaldung konnte daher verzichtet werden.

Finca Amable

Kaufdatum
Kaufpreis
Fläche12,5 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen2013 bis 2016
Anzahl gepflanzter Bäume10.700 Bäume aus 205 verschiedenen Baumarten
Die Finca Amable liegt nördlich der Straße von La Gamba nach Villa Brizeño (km 37) und ist auf 2 Seiten von Ölpalmenpflanzungen umgeben. Im Norden grenzt die Finca an den Río Bonito und an die Wälder des Nationalpark Piedras Blancas und im Süden an die Finca Eduardo, die ebenfalls im Besitz der Tropenstation La Gamba ist und ihrerseits an die Wälder der Fila Gamba grenzt. Dadurch entsteht ein einzigartiger Waldkorridor zwischen der Fila Gamba und dem Nationalpark Piedras Blancas.

Die Böden sind grundwasserbeeinflusst und vor Beginn der Wiederbewaldungen mussten Drainagegräben gezogen werden. Der Río Bonito tritt mehrmals pro Jahr über seine Ufer und überschwemmt die Finca Amable.

Zwischen den Jahren 2013 bis 2016 wurden mehr als 10.700 Bäume aus 205 verschiedenen Baumarten in einem definierten Rastersystem gepflanzt. Häufige gesetzte Baumarten sind: Anacardium excelsum (Anacardiaceae), Aspidosperma spruceanum (Apocynaceae), Calophyllum brasiliense, C. macrophyllum (Clusiaceae), Caryocar costaricense (Caryocaraceae), Cedrela odorata (Meliaceae), Croton schiedeanus (Euphorbiaceae), Garcinia madruno (Clusiaceae), Pachira aquatica (Malvaceae), Tabebuia ochracea (Bignoniaceae), Vitex cooperi (Verbenaceae), Symphonia globulifera (Clusiaceae). Die Mortalität betrug 17.5%.

Auf der Finca Amable hat sich auf den wiederbewaldeten Flächen bereits ein diverser Sekundärwald entwickelt (Stand Juli 2020). Auf den sich selbst überlassenen Probeflächen, auf denen keine Bäume gesetzt wurden, ist nach wie vor das Gras Paspalum paniculatum (Poaceae) dominant. Interessanterweise ist der Unterwuchs artenarm, was vermutlich auf die Zerstörung der natürlichen Samenbank zurückzuführen ist.

Die Wiederbewaldungen und natürlichen Sukzessionen auf der Finca Amable werden von der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur in einem Monitoring-Programm wissenschaftlich begleitet.

Finca Eduardo

Kaufdatum2020
Kaufpreis€ 216.000
Fläche20,4 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen2020 bis 2023
Anzahl gepflanzter Bäume
Die Finca Eduardo liegt im La Gamba Tal und ist nördlich und südlich umgeben von Ölpalmenplantagen. Die für den Biologischen Korridor strategisch gut gelegene Finca verbindet die Wälder der Fila Gamba (im Osten) mit den östlichen Ausläufern des Nationalparks Piedras Blancas. Diese Finca ist zusammen mit der Finca Amable die erste neu geschaffene Grünbrücke im La Gamba Tal.

Die Finca Eduardo setzt sich großteils aus Viehweide (ca. 18 ha) mit unterschiedlich feuchten Bodenbedingungen, Entwässerungsgräben und einer Ölpalmenpflanzung (2,2 ha) zusammen.

Die Finca wurde schon sehr früh (ca. 1940er Jahre) für Bananenplantagen der United Fruit Company genutzt bis diese 1986 die Gegend verließ. Danach wurden viele Fincas, ua. auch die Finca Eduardo aufgrund von nicht einbringlichen Hypothekarkrediten durch die Banco Nacional de Costa Rica konfisziert. Danach lag die Finca für einige Jahre brach. Etwa ab dem Jahr 2000 wurde durch die Firma Agro Arenal SA vor allem Maniok (Manihot esculenta, Euphorbiaceae) and Papa chiricana (Dioscorea trifida, Convolvulaceae) für den Export kultiviert. Seit ca. 2015 wird die Finca als Viehweide genutzt und ein kleiner Teil ist eine Ölpalmenplantage. Aufgrund der intensiven Nutzung vor allem durch Weidetiere sind die Böden verdichtet.

Der Plan ist, Teile der Finca mit ausgewählten Baumarten wieder zu bewalden (ca. 9 ha) und weitere 5,5 ha der natürlichen Sukzession zu überlassen. Die Anlage von Feuchtbiotopen und Teichen sollen zusätzliche Habitate für Amphibien, Reptilien und Vögel sowie Wasserpflanzen schaffen.

Besonderheit: Die Finca Eduardo besticht durch die Lage zwischen zwei großen Waldgebieten die durch die geplanten Wiederbewaldung und die natürliche Sukzession wieder verbunden werden. Erste wiss. Vorarbeiten ergaben eine hohe Vielfalt an Vogelarten.

Finca Mundo

Kaufdatum2018
Kaufpreis€ 123.000
Fläche54,29 ha
Anzahl gepflanzter Bäume0
Die Finca Mundo grenzt im Süden an den Río Bonito und schützt einen Uferbereichstreifen von ca. 550 m Länge. Dahinter befindet sich eine Hügelkette (max. 160 m Seehöhe) mit primären und sekundären Regenwäldern. Ein kleiner Bach durchzieht das Gelände und schafft einen bemerkenswerten Lebensraum mit Riesenkräutern aus den Familien Araceae, Marantaceae und Costaceae. Die Finca Mundo hat über eine weitere Finca Anschluss an die Primärwälder des Nationalparks Piedras Blancas im Norden Richtung Fila Cal.

Finca La Flor

Kaufdatum2022
Kaufpreis
Fläche43,2 ha
Anzahl gepflanzter Bäume0
Die Finca La Flor liegt auf einem Hügelzug im La Bolsa Tal ganz in der Nähe der Ortschaft La Gamba. Sie setzt sich aktuell aus Weideflächen, landwirtschaftlichen Kulturflächen (Ananas, Kakao, Pfirsichpalmen und Bananen) und zum großen Teil aus Wald (Old Stand Forest und Sekundärwald) zusammen, ebenso fließt der Fluss La Bolsa durch das Grundstück.
Der Vorbesitzer Augustin Diaz Diaz hat uns mitgeteilt, dass die Finca immer „La Flor de La Gamba“ genannt wurde uns sein Großvater (Adolfo Brizeño) dem die Finca ursprünglich gehört hat, einer der Gründer La Gambas war. Wir werde daher den ursprünglichen Namen „Finca La Flor“beibehalten.

Die Finca La Flor grenzt an die Fincas der Tropenstation La Bolsa (16,55 ha) diese wiederum an die Finca Hermenegildo (14 ha). Es entsteht dadurch eine zusammenhängende Schutzfläche von über 73 ha. Alle Grundstücke liegen im Bereich des Biologischen Korridors COBIGA (AMISTOSA) entlang der Quebrada La Bolsa und sind daher auch für den Gewässerschutz von großer Bedeutung.

Finca Alexis

Kaufdatum2016
Kaufpreis
Fläche137,02 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen2017 bis 2019
Anzahl gepflanzter Bäume6.971 Bäume aus 19 Arten
Die Finca Alexis ist ein Zusammenschluss von insgesamt 3 Fincas (Finca Alexis 1-3), die im Laufe der letzten Jahre gekauft wurden. Alle Grundstücke liegen im Bereich des Biologischen Korridors entlang eines Seitenarms des Río Esquinas und sind daher auch für den Gewässerschutz von großer Bedeutung. Insgesamt hat die Finca Alexis eine Fläche von 137,02 ha.

Die Finca Alexis liegt am Fuß der Fila Cal, einem Kalkgebirge nördlich der Tropenstation mit größtenteils noch ungeschützten primären Bergregenwäldern (höchster Punkt Cerro Anguciana 1.694 m). Sie befindet sich 16 km von der Tropenstation La Gamba entfernt und liegt auf einer Seehöhe zwischen 215 m und 515 m Seehöhe. Dadurch liegt sie in der Übergangszone zwischen dem Tiefland- und dem Bergregenwald der unteren Stufe und bildet einen wichtigen Teil des COBIGA Projektes.

Finca Marvin

Kaufdatum2020
Kaufpreis€ 200.000
Fläche63 ha
Zeitraum der Wiederbewaldungen
Anzahl gepflanzter Bäume0
Die Finca Marvin liegt am Fuß der Fila Cal, einem Kalkgebirge nördlich der Tropenstation mit größtenteils noch ungeschützten primären Bergregenwäldern (höchster Punkt Cerro Anguciana 1.694 m). Sie befindet sich 16 km von der Tropenstation La Gamba entfernt und liegt auf einer Seehöhe zwischen 390 m und 480 m Seehöhe. Dadurch liegt sie in der Übergangszone zwischen dem Tiefland- und dem Bergregenwald der unteren Stufe und bildet einen wichtigen Teil des COBIGA Projektes.

Die Finca Marvin hat eine Größe von 63 ha und grenzt im Süden an die Finca Alexis 1 an. Die Finca ist reich gegliedert und weist Bereiche mit unterschiedlichen Neigungen und Expositionen auf. Bislang wurden keine wissenschaftlichen Forschungen auf der Finca durchgeführt.

Die Vegetation setzt sich zum Großteil aus jüngeren und älteren Sekundärwäldern (gesamt ca. 50 ha) zusammen. Entlang des Río Esquinas konnte sich aufgrund der Steilheit des Geländes ein primärer Schluchtwald erhalten (ca. 9 ha). Der flache Teil der Finca wurde bis zum Kauf am 06.08.2020 als Viehweide genutzt (ca. 4 ha).